Bildungsgutscheine statt Bildung!

Erinnert mich irgendwie an Konsummarken – nur hat man da noch etwas rausbekommen.

Hat das was mit Bildung zu tun? Eher nicht! Im “Konsum” konnte jeder Mitglied werden, bei Hartz4 wird Dir Bildung geschenkt, dank der Gutschein-Strategie unser Weitsichtigen in Berlin. Aber Papier ist halt Papier.

Man nennt dies immer wieder mal Bildungsoffensive oder man veranstaltet den Arbeitskreis “Bildungsgipfel” und redet und redet und redet! – Statt eine einheitliche Bildungspolitik endlich mal durchzusetzen – Deutschland hat eine System des mittelalterlichen Kleinstaatendenkens. Im 21.Jahrhundert wird geredet, statt das Erbe von Goethe und Schiller verbunden mit modernen wissenschaftlichen Errungenschaften zu koppeln. Statt PC-Räume in den Schulen – stolzieren wir auf Messen rum und schauen, was die Welt schon alles kann – die Schulen verkommen – wir aber haben Gutscheine und schmutzige Toiletten.

Gleiche Chancen für alle – was brauchts da noch einen Gutschein – es gibt eine Verfassung und Bildung ist ein Menschenrecht!

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht gemäß Art. 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 und wurde im Sinne eines kulturellen Menschenrechtes gemäß Artikel 13 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPwskR) noch erweitert. Quelle

Deutschland hat den Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte am 9. Oktober 1968 unterzeichnet.

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland wird ein Recht auf Bildung nicht ausdrücklich normiert. Jedoch ergibt sich das Recht auf Bildung(smöglichkeiten) aus den im Grundgesetz festgeschriebenen Grundrechten. Das elementare Grundprinzip der Menschenwürde verbietet es, Menschen Bildungschancen willkürlich vorzuenthalten. Das Verfassungsprinzip der Gleichberechtigung verbietet es, Menschen wegen des Geschlechtes, der Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft, des Glaubens, der religiösen oder politischen Anschauungen oder einer Behinderung wegen beim Erwerb von Bildung zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Das beschlossene Diskriminierungsverbot nach dem (finanziellen) Vermögen eines Menschen gemäß Artikel 2.2 IPwskR wurde jedoch seit der Unterzeichnung des Pakts 1968 bis heute nicht in Artikel 3 des Grundgesetzes umgesetzt. -Quelle

Doch was passiert hier: Gutscheine, bedrucktes Papier, Stigmazeichen für Hartz4-Empfänger! Statt würdevolles Leben, wird immer der gleiche Typ des Arbeitslosen verkündet: – dick faul, dumm, unersättlich,ungebildet und schmarotzend das Gesellschaftsbild verschandelnd.

Aber das ändern wir alles mit Hof- und Strassendiensten, Bildungsscheinen und Schulranzenspenden, oder Gutscheine für Suppenküchen, warmen Pullovern und Kaltduschen.

Sie nennen dies alles Bildungsgerechtigkeit oder Chancengleichheit und vergessen dabei, das sie es sind, die diesen Zustand eingerührt haben, es Absicht ist in ihrer Strategie, den Armen “klein” zu halten und den “Nassauern” der Wirtschaft die Steigbügel zu halten, für ihre Kriegsinteressen.

Mehr Sachleistung für Wohltaten, kein Geld für 11 Millionen Arbeitslose – dafür Spaltung der Gesellschaft in Arme, Mittellose, ARBEIT MUSS SICH LOHNEN-Anhänger und möchtegerndazugehörende Parteibuchträger.

Papier ist geduldig, genauso wie Parolen und Predigen – Die Welt ist global aus den Fugen – Nicht nur in Haiti ist das Beben zu spüren, in Griechenland wird getestet, wie weit man gehen kann – 1989 wird es aber nicht wieder geben.

Was tut die Regierung, ausser Papier zu bedrucken – nichts, weder in Berlin noch in den Zwergstaaten -

Man hält das Volk arm – Die Einbildung macht es dumm!

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